X-Factor: Das Unfassbare

Folge 4326: Woher kommt der Eimer?

Corona-Sommer 2021. Alle Schülerinnen und Schüler versuchten, den Schulstoff der vergangenen Monate in Rekordzeit nachzuholen und schwitzten unter ihren FFP-2-Masken in den Klassenräumen. Alle Schülerinnen und Schüler? NEIN! Denn die Wohnheimklasse Rasselbande bäumte sich auf: gegen den Lernstoff, gegen die schlechte Stimmung und vor allem gegen die Hitze! 

Das Thermometer zeigte bereits zu Schulbeginn „erfrischende“ 22 Grad. Die erste Amtshandlung der Lehrerinnen und Lehrer bestand darin, die Fenster im gesamten Gebäude zu öffnen (aber nicht zu lange, denn die Hitze kommt schneller als man die Fenster wieder schließen kann), alle Rollläden runterzulassen und etwaige vorhandene Vorhänge zu schlie-ßen. Das Gebäude ähnelte in Bezug auf den Lichteinfall einem Mausoleum, doch die Stimmung, insbesondere in der Wohnheimklasse Rasselbande, glich einem Bienenstock in Festivalstimmung. Da wurden diverse aufblasbare Uten-silien, Eimer, Wasserschläuche und Spritzgeschosse in den Innenhof trans- portiert, und wenige Augenblicke später erahnte man, wer hier an diesem Tag die Herrschaft übernehmen sollte: das Einhorn-Planschbecken von Frau Tiggemann.

Der gesamte Innenhof gleicht einem Freizeitgelände mit Badespaßgarantie: Die erste „Challenge“ bestand darin, den aufgeblasenen Regenbogen zu passieren und die dazugehörige acht Meter lange Wasserrutschbahn zu überqueren. Hier ließen sich die kreativsten Ideen beo- bachten: auf den Knien, auf dem Bauch, an den Händen oder Füßen gezogen und (Achtung: NUR für Fortgeschrittene) auf den Füßen rutschend. An dieser Stelle sei angemerkt, dass der Anblick der Fort- geschrittenen rar gesät war… zur Belusti gung aller Teilnehmerinnen und Teil nehmer!

Neben nachhaltigen Wasserbomben, die unermüdlich in den Wassereimer getaucht wurden, erregte auch der „spritzige Oktopus“ die Aufmerksamkeit aller Beteiligten. Denn dieser konnte seinen Hut durch Veränderung des Wasserdrucks in die Höhe schnellen lassen und, zur Verwunderung vieler Schülerinnen und Schüler, auch dort halten. Aber wehe einer griff in den Wasserstrahl…

Die Rasselbande machte ihrem Namen alle Ehre und lockte mit dieser tollen Aktion natürlich die Wohnheimklasse Wirbelwind an… die sich dann kurzent  schlossen dem Spektakel anschloss! Zu dem Zeitpunkt, wo Nima, Kilian und Co. sich noch ungläubig und sehr bedacht dem Oktopus näherten, hatte das Klassenteam bereits jegliche Kollegialität „über Board“ geworfen: Hier zählte nur noch „Kein Körper bleibt trocken!“. Frau Kleerbaum versuchte, ihre Wurfkünste durch die Nutzung der Wasserbomben zu optimieren (das wird in diesem Leben wohl leider nichts mehr…), Frau Hagemann und Frau Koch retteten selbstlos nicht nur sich selbst sondern auch die Schüler und Schülerinnen. Frau Hohelöchter schnappte sich direkt den Wasserschlauch und ging in die Vollen. Sie kannte keine Gnade – für niemanden! Doch sie hatte nicht mit einem Gegen- angriff von Herrn Rennack gerechnet: Urplötzlich stand dieser mit einem Eimer hinter ihr und hatte den Mumm (andere nennen es Wahnsinn), den Inhalt dieses Eimers auf Frau Hohelöchter auszuleeren. Doch HALT! Dieser Eimer wurde weder von der Rasselbande noch von Wirbelwind mitgebracht! Und stand der nicht schon die letzten Wochen in der Ecke…? Dieses Mysterium um die Herkunft des Eimers kann letztendlich wohl nur durch Jonathan Frakes aufgeklärt werden…

Das Ende der Unterrichtseinheit „Wassergewöhnung“: Alle Beteiligten waren klitschnass – und aufgrund der Temperaturen nach 20 Minuten wieder trocken! Und die SchülerInnen und Schüler zweifelten an dem Geisteszu-stand ihrer Klassenteams. Frau Hohelöchter ähnelte in Punkto Optik einem nassen Hund – und auch der Geruch wies Parallelen auf…. Zum Glück aller konnte sie ihre anschließende Mittagspause für eine kurze Dusche nutzen und erschien wohlriechend und (wie immer) adrett gekleidet zurück zum Dienst.

Fazit Nummer 1 des Tages: Wir haben an keinem Tag dieses Schuljahres so viel gelacht wie an diesem und danken der Rasselbande für diese grandiose Idee!

Fazit Nummer 2 des Tages: Erkundige dich immer, wem der Eimer in der Ecke gehört und was sich darin befindet…

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