Marvin mittendrin

oder anders gesagt: 

man kann schneller an Arbeit kommen als man denkt. 

Was es damit auf sich hat, möchte ich euch gerne berichten. 

Nach den Sommerferien beginnt in der Kinderheilstätte die Apfelernte. Da ist jede Menge Handarbeit angesagt. Und ganz  wichtig: Man muss daran denken, sich einen Termin bei einer Mosterei zu besorgen! Dort werden die Äpfel nämlich zu Saft verarbeitet. Bei uns liegt dieser Tag immer auf einem Freitag. So haben wir die ganze Woche Zeit, das Obst zu ernten. Die Äpfel werden geschüttelt und in Kisten gepackt. In diesem Jahr machten wir uns sogar zwei Mal auf den Weg nach Herbern. Dort gibt es nämlich eine Saftfirma. Bei der zweiten Anlieferung bat uns der Chef um Mithilfe in der Produktionshalle. Es fehlte dort jemand, der die Äpfel ins Wasserbad kippt. Und da kam Marvin ins Spiel: Sein Job war es, unsere Äpfel in einen großen, mit Wasser gefüllten Korb zu kippen. Nach dem Waschen gelangten sie dann mit einem Förderband zur Presse. Am Anfang hat ein Mitarbeiter Marvin noch ein paar Tipps geben müssen. Das war aber nach kurzer Zeit nicht mehr nötig. Da die Saftpresse keine Pause brauchte, fiel für Marvin auch die Frühstückspause aus. Das machte ihm aber nichts. Er verrichtete seine Arbeit wie ein Profi und hielt locker durch. So konnten in einer Rekordzeit von 3 Stunden 600 Kilogramm Äpfel zu Apfelsaft verarbeitet werden!  Abgefüllt wird der Saft in 5 Liter Kanistern. Ungeöffnet ist er über ein Jahr haltbar, geöffnet 3 Monate. Wir meinen, dass auch dieses Jahr ein gutes Apfelsaftjahr war. Denn er schmeckt jedes Jahr ein wenig anders. Vielleicht sind beim Lesen des Artikels auch noch ein paar Kanister zu haben. Einfach in der 12c bei Marvin nachfragen. 

Berthold Steinhoff

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