Venne 2019

Veröffentlicht von Lehreradmin am

Montagmorgen! 

Aufgeregte Menschen kommen in den Klassenraum der 13b, SchülerInnen und LehrerInnen fragen sich „Was wird mich erwarten? Haben wir an alles gedacht?“ Eine Klassenfahrt ist für einige Schüler und Begleitpersonen etwas Neues. Auf alle Fälle in dieser Zusammensetzung! Mit dabei sind: Paula, Ole, Julian, Max, Matthias, Sophia, Nele, Herr Hille, Frau Watermann, Frau Kölsch, Frau Ceviker, Frau Diekhaus, Herr Arnschink und Herr Marpe-Merten.

Nachdem alle Schüler da sind, machen wir zuerst einmal unseren Morgenkreis. Dann wird es schon Zeit für ein zweites Frühstück. Wir decken den Frühstücks- tisch und lassen uns das Frühstück ganz in Ruhe schmecken. Danach folgen Förderpflege und Aufräumen, und die ersten Koffer und Lagerungshilfen werden in den Anhänger geladen. Dann steigen alle Schüler und Lehrer in die Fahrzeuge und los geht’s. Es ist nur eine kurze Fahrt bis in die Venne bei  Ottmarsbocholt.

Ausladen, Haus und Garten erkunden, Zimmer einrichten. Sophia und Nele und Ole und Matthias teilen sich ein Zimmer. Alle anderen haben ein Zimmer für sich.

Nach einem kurzen Mittagsimbiss erkundet auch schon eine erste Gruppe die Umgebung des Hauses. Das Wetter hatten wir uns eigentlich sonniger vorgestellt. Aber es ist trocken, und kalt ist es auch nicht.

Die anderen Schüler genießen in bequemer Haltung das Haus.  Nach einer kurzen Pause machen auch sie sich auf den Weg.

Nach der Rückkehr gilt es, das Abend-essen vorzubereiten. Es gibt einen Nudelauflauf mit Spinat und Lachs. Wer möchte, auch ohne Lachs. Bald zeigen sich die ersten müden Gesichter. Und nach und nach verschwinden die Schüler in ihren Betten. Soviel Neues und die andere Umgebung sowie das fremde Bett lassen den einen und die anderen nicht so schnell Schlaf finden.

Dienstag. 

Nach und nach werden die Schüler wach, der eine eher lautlos, der andere erhebt schon früh seine Stimme. Ein Blick aus dem Fenster: Auch heute werden wir wohl die Sonne nicht sehen. Dafür gibt es einen feinen Regen. Aber auch nicht wirklich viel.

Aufstehen, Duschen, Anziehen. Und als alle so weit sind, gibt es ein reichhaltiges und ausgiebiges Frühstück.

Eine kurze Pflege, Frühstücksspuren beseitigen, Anziehen, und los geht die erste Erkundung der Davert. Daraus wird eine schöne Runde durch die Wiesen und  den Nadel- und Laubwald der Davert.

Vogelstimmen begleiten uns auf dem Weg. Auf den Wiesen sehen wir Kühe und Pferde. Rehwild, wovon es in der Davert viel geben soll, sehen wir leider nicht! Vielleicht ist das ja auch Jägerlatein?
Zurück im Haus ein Mittagimbiss, ein wenig ausruhen! Dann starten kleine Gruppen zu unterschiedlich langen Gäng-en in der Umgebung des Hauses. Max hilft mit, einen Weg für den Mittwoch durch das Venner Moor zu finden. Apropos „Finden“: Zwischendurch konnten wir auch immer wieder mal die Sonne  finden.

Die Zeit vergeht schnell. Schon gilt es, wieder das Abendessen vorzubereiten: Gemüse schneiden, Teig ausrollen und  belegen – und schon ist die Pizza fertig: mit unterschiedlichsten Zusammensetzungen! So ist für jeden Geschmack etwas dabei. Und ein wenig Salat. Wer mag! Auch heute stellt sich bei den ersten Schülern schon bald die Müdigkeit ein!

Mittwoch! 

Das Wachwerden zögert sich bei dem einen oder anderen Schüler heute ein wenig hinaus. Aber das ist gut so. Es ist ja Urlaub! Und heute brauchen wir auch unsere Kräfte. Wir haben uns eine lange Wanderung vorgenommen. Wir wollen zum Bauerncafé Groethus-Potthoff nach Senden. Wir gehen auf dem mit Hilfe von Max gefundenen Weg durch das Venner Moor. Das erste Stück des Weges durch das Moorgebiet ist für alle Beteiligten anstrengend. Für die Sitzenden im Rollstuhl, weil es ziemlich uneben ist, und für die Schiebenden, weil es immer wieder gilt, Wurzel auszuweichen und einen möglichst guten Fahrweg zu finden. Dafür ist der Weg über einen langen Bohlenweg durch das Moorgebiet wie  ein „Auf-Schienen-Dahingleiten“. 

Bald schon verlassen wir das Moorgebiet und treffen auf den Kanal, den Dortmund-Ems-Kanal. Paula überrascht alle, dass sie ihren Rollstuhl verlassen möchte und mit Lotta an der Leine (Der Hund von Herrn Arnschink besucht uns heute) den Rest des Weges laufen möchte. Am Kanal entlang erreichen wir nach einer guten Stunde unser Ziel. Immer wieder mal fährt ein großes Schiff an uns vorbei. Unterwegs sind die Wolken verschwunden, und die Sonne strahlt warm auf uns herab, als wir im Gartencafé sitzen und uns Pfannkuchen und Getränke schmecken lassen. 

So stellt man sich Urlaub vor.

Nun steht uns noch der Rückweg bevor. Nach gut zwei Stunden sind wir wieder am Haus angekommen. Von dieser Reise müssen wir uns erst einmal erholen.
Doch ein Pfannkuchen hält ja nicht so lange vor. Also gilt es, schon bald fürs Abendessen zu sorgen. Herr Arnschink baut den Grill auf und feuert ihn an. Aus der Küche riecht es schon bald nach gebackenem Brot. Dazu gibt es verschie-dene Salate und Dips, die unter anderem Frau Ceviker für uns zubereitet hat. Matthias schmeckt der Rote-Beete-Salat am besten, den Frau Witteler (ehemalige Lehrerin in der 13b im Ruhestand) mitgebracht hatte.

Diese anstrengende Wanderung führt dazu, dass der Wunsch nach Bettruhe doch recht groß ist. 

Donnerstag. 

Der letzte Tag unserer Fahrt ist angebrochen. Nach und nach werden die Schüler alle wach! Ein letztes Frühstück auf unserer Fahrt. Eigentlich wieder ganz gemütlich, aber ein wenig Unruhe kommt doch schon auf: Koffer packen, Hänger packen. Und dann geht es schon los nach Nordkirchen. Passend zum Mittagessen sind wir wieder da. Danach Hänger auspacken, Koffer verteilen, und schon ist es Zeit, auf die Gruppe zu gehen oder nach Hause zu fahren.

Eine schöne Zeit liegt hinter uns, gefüllt mit schönen Erfahrungen und Zeit, sich einmal anders zu begegnen.

MMM

Kategorien: FreizeitProjekte

Click to listen highlighted text!