Umbau im Schulgarten

Umbau im Schulgarten

Unser Schulgarten war in die Jahre gekommen. Ein Stallgebäude wurde morsch. Viele Wege waren mit Rollstühlen nicht gut befahrbar. Zäune waren alt und hatten erste Löcher. Und das Tierhaus benötigte eine Grundrenovierung. Wo fängt man an? Und wer bezahlt das alles? Viele Fragen hatte damals vor über einem Jahr die Fachkonferenz „Gartenbau–Tierhaltung“. Die Antworten  lieferte Frau Stöver te Kaat  vom Sozialmarketing der Kinderheilstätte. Durch sie fand unser Anliegen Gehör bei der „Herman van Veen- Stiftung“. Diese Stiftung stellte den Löwenanteil der Kosten für den Schulgartenumbau zur Verfügung. Vielen Dank! 
Mit einer guten Finanzspritze ausgerüstet konnte im Januar diesen Jahres der Umbau endlich beginnen. Sämtliche Baumaßnahmen wurden von Handwerkern aus dem Haus durchgeführt. Insbesondere Herr Bradt mit seiner Gärtnertruppe hatte bei jedem Wetter wochenlang im Schulgarten zu tun. Auch dafür sei allen Beteiligten ganz besonders gedankt. Nach Kräften unterstützt wurden sie von Arbeitslehregruppen der Berufspraxisstufe.
Herr Bradt bereitete große Kisten aus Lärchenholz für unsere Hochbeete vor. Für die Wege wurden viele Tonnen Pflastersteine lose vor dem Wohnheim abgekippt. Diese mussten erst einmal auf  Paletten verpackt werden. Später wurden sie dann im Schulgarten verlegt. Auch David und Marcel ist hier ein besonderer Dank auszusprechen. Sie waren in der ganzen Zeit unermüdlich und motiviert beim Schulgartenumbau im Einsatz. Das Tierhaus wurde von Auszubildenden der Malerfirma Hülsbusch aus Nordkirchen und Schülern der Berufspraxisstufe kostenlos neu gestrichen. Wir meinen, das kann sich mehr als sehen lassen.  Vielen Dank an die Firma Hülsbusch für dieses sehr nette Angebot.  Es wurden Blumenbeete angelegt und Mähkanten gesetzt. Blumentöpfe wurden bepflanzt. Wir hatten vor den Sommerferien einen wichtigen Termin. Den wollten wir einhalten: Die Einweihung des neuen Schulgartens. 
Im Eingangsbereich ist rechts ein neues Gebäude entstanden. Darin ist unter anderem unser Gartenwerkzeug untergebracht. Dahinter ist ein kleines Tiergehege für Hühner oder Ziegen im Winter. Das Tierhaus wurde renoviert. Die Pflasterflächen davor wurden erneuert. Die neuen Staudenbeete sahen im Sommer schön aus. Auch die Hochbeete waren für viele Schüler sehr praktisch. Viele Wege sind nun gut mit Rollstühlen befahrbar. Unsere Schwengelpumpe  hat einen guten Standort bei den Hochbeeten.  Außerdem haben wir noch Beerenobst angepflanzt. Brombeeren und Himbeeren brauchen Rankhilfen. Die haben wir aus Holz dann selber gebaut. Manchmal steht am Werkzeugschuppen mit dem Tiergehege auch eine Werkbank. Dann kann man vor Ort auch prima Holzarbeiten erledigen. Der Vorplatz vom Backhaus wurde vergrößert und ebenfalls zum Teil neu gepflastert.  Unsere neue Sitzecke kann im Sommer schattiert werden. Auch an der Rückseite des Tierhauses gibt es nun eine befestigte Fläche. So können jetzt auch Rollstuhlfahrer zu den Hühnern in den Auslauf gelangen. Und keiner fährt sich mehr fest. 
Den Schulgarten gibt es bereits seit über 25 Jahren. Er ist sogar schon einmal komplett umgezogen. Der Garten wurde in dieser Zeit bis heute zweimal gründlich renoviert. Es ist schön, dass es gelungen ist, den Schulgarten wieder fit für die nächsten Jahre zu machen. Darüber freuen sich die Lerngruppen der Berufspraxisstufe ganz besonders. 

Berthold Steinhoff