Einblicke aus dem Schulalltag mit Haus- und Nutztieren

In diesem Kalenderjahr ist vieles anders. Gewohnheiten oder lieb gewordene Rituale gibt es für viele Schüler zurzeit nicht mehr, oder müssen neu erlernt werden. Sogar Lehrer und Klassenräume sind in vielen Fällen nicht mehr die gleichen. Das traf auch auf Paul zu.  Aufgrund seiner neuen Schulsituation war er auf einmal für die Tierpflege im Schulgarten mitverantwortlich. Das war sein Glück. Denn Paul mag Tiere. Er beobachtet sie sehr genau und war damals schnell in der Lage, sich wichtige Dinge der Tierpflege zu merken. Vor allem die heranwachsenden Hühnerküken im Frühjahr hatten es ihm angetan. Mit ihnen verbrachte er viel Zeit. So konnte er sich oft gut entspannen und an alles Neue in der Schule gewöhnen. Aber auch bei den Meerschweinchen und Zwergkaninchen schaut Paul immer mal vorbei. An einem Schultag ist Paul mitverantwortlich für die Versorgung unserer Hühnerschar. Besonders spannend ist dabei das Eiersuchen.   

Laura und Paul haben ein gemeinsames Hobby. Auch Laura findet Tiere klasse. Und da Tierpflege eben auch zum Stundenplan ihrer Übergangsklasse gehört, findet man sie zurzeit oft im Streichelzoo oder Schulgarten bei der Arbeit. Dabei ist sie sehr selbstständig und gewissenhaft. Außerdem bringt sie dabei die Esel Sancho und Babette so richtig auf Trab. Sie reitet auf Babette, unserer Eseldame oder führt beide Esel über das Schulgelände. Ihre neueste Idee: Joggen mit Sancho – Esel Nr 2.  Aller guten Dinge sind drei: Hierbei handelt es sich um  Maurice. Er ist seit diesem Schuljahr Schüler der 11a und wechselte wie Laura und Paul sein Klassenumfeld. Maurice  hat eine besondere Fähigkeit – er ist nämlich Hühnerflüsterer. Das sind Menschen, die sich mit bestimmten Tieren gut verstehen. In der großen Hühnerschar im Schulgarten gibt es nämlich ein besonderes Huhn, das voll auf Maurice abfährt. Ihr Name ist Henriette. Das tollste ist, dass sich Henriette mega gerne auf seine Schulter setzt.  Was aber weder Maurice oder Henriette weiter stört. Also nicht wundern, wenn ein junger Mann mit einem Huhn auf der Schulter deine Wege kreuzt. 

Corona brachte große Veränderungen mit sich. Wie geht man damit um? Es gibt leider kein Patentrezept. Paul, Laura und Maurice fällt durch die Tierversorgung die Bewältigung ihres Schulalltags während der schwierigen Corona-Zeit jedenfalls ein wenig leichter. Wir werden das den Eseln, Ziegen oder Meerschweinchen demnächst mal ins Ohr flüstern. Falls sie es nicht irgendwie so schon wissen. 

Und sonst noch? Im März gab es seit zwei Jahren den ersten Ziegennachwuchs. Unsere Meerschweinchengruppe hat sich im Frühjahr runderneuert. 5 Böckchen bilden nun eine muntere Truppe. Sie haben einen Stall mit Außengehege und viel Auslauf. Und übrigens, Sir Henry ist bereits dabei, für den nächsten Ziegennachwuchs zu sorgen. Und verbreitet dabei sein Parfum über den gesamten Streichelzoo. Wer`s mag.  

Frohes Fest. 

(Für die Fachkonferenz „Gartenbau und Tierhaltung“, Berthold S.) 

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