Eier, Eier. Wir brauchen Eier!

Aus dem Leben eines Schulhuhns

Gackgackgackguten Tag, ich bin´s, die Roberta, das beste Huhn im Schulgarten. Ich möchte euch heute ein bisschen von meinem Leben als Schulhuhn berichten. Angefangen hat alles vor gut zwei Jahren. Da haben die Gartenlehrer der Maximilian Kolbe Schule mehrere Eier von verschiedenen Bauernhöfen in die schuleigene Brutmaschine gesteckt. Und schon 21 Tage später war es dann soweit. Ich habe mit meinen Brüdern und Schwestern das Licht der Welt erblickt.

Zuerst war es ja auch sehr gemütlich. Wir saßen dicht zusammen unter der Wärmelampe und mussten nur fressen und schlafen. Versorgt haben uns übrigens immer die Schülerinnen und Schüler der BPS.

Zuerst habe ich mich vor den großen Händen gefürchtet. Aber dann habe ich schnell gemerkt, dass alle ganz vorsichtig und nett zu mir waren- Danke dafür. 

Aber schon nach wenigen Wochen wurde es ungemütlich. Zuerst wurde mir die warme Lampe weggenommen. Dann waren plötzlich alle meine Brüderhähne verschwunden. Ja und dann musste ich umziehen, und zwar in ein schönes großes Gehege. Das war vom Platz natürlich super. Aber da waren auch noch viele andere Hühner und die waren alle älter als ich. Da gab es in den ersten Tagen schon des Öfteren eins auf die Mütze. Gerade wenn es ums Essen ging- und das ging es fast immer… Aber was einen nicht umbringt, macht einen nur härter. Nach und nach habe ich meinen Platz in der Hackordnung schon gefunden.

Was mir das Leben aber sehr erleichtert hat, waren und sind die sehr netten Schülerinnen und Schüler, die mich und meine Mitbewohner so gut und liebevoll versorgen. Hier bekommt man immer seine Extraportion Liebe und Zuneigung.

Und dann war da noch die Sache mit den Eiern. Ich hab es ja schon immer bei den älteren Hühnern beobachtet. Aber dass ich selber ein Ei aus mir herausdrücken sollte, konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Ja und dann ging es plötzlich ganz schnell. Da war dieser Druck, ich bin schnell ins Legenest und dann war es auch schon passiert. Mein erstes Ei!

Mittlerweile ist es für mich aber etwas völlig Normales geworden. Es bereitet mir große Freude zu sehen, wie sich die Schülerinnen und Schüler beim Einsammeln der Eier freuen;- fast wie zu Ostern. Das wir Hühner so viele Eier legen, liegt übrigens am leckeren Biofutter, dass uns die Gartengruppe der BPS jeden Tag bringt. 

Ich habe gehört dass unsere Eier mittlerweile in der ganzen Schule bekannt und sehr beliebt sind. Sogar die Schulleitung bestellt ihr Frühstücksei – so wie ich gehört habe – ausschließlich bei uns Schulgartenhühnern. Verkauft werden die Eier in praktischen 6er und 10er Packs für 30 Cent je Ei bei den Gartenklassen. Und das Allerbeste ist, dass ein Bild von mir auf jede Packung aufgemalt ist, mit der Aufschrift: Lady Gacka

Tja, so schnell wird man zum Star. Jetzt hab ich aber genug erzählt. Kommt uns Schulhühner doch einfach mal besuchen. Wir freuen uns immer über Gäste im Schulgarten – und keine Angst, wir beißen auch nicht.


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